Kooperationsvertrag mit den Grundschulen im Umkreis

Die GS Althemmoor und die Förderschule - Schule am Alten Postweg - vereinbaren eine Zusammenarbeit zwischen beiden Schulen nach

§ 25 des Nds.SchG in Verbindung mit dem Erlass des MK vom 17.02.1987 SVBL S. 55.

 

Durch die Zusammenarbeit soll ein differenziertes Unterrichtsangebot mit dem Ziel der Individualisierung von Lernprozessen ermöglicht werden.

 

Aufgaben der Lehrkraft der Förderschule sind im Rahmen dieser Zusammenarbeit im besonderen

 

  1. Sonderpädagogische Diagnostik

 

•1.1.         Die Lehrkraft der Förderschule arbeitet mit bei der Feststellung der Lernausgangslage bei lern- oder verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schüler, um zu erreichen, dass möglichst viele dieser Schülerinnen und Schüler mit Erfolg am Unterricht der Grundschule teilnehmen können. Diese Mitarbeit kann sich gegebenenfalls auch auf eine einzelne Schülerin oder einen einzelnen Schüler beschränken.

 

•1.2.         Gleichzeitig unterstützt sie die Planung individueller Fördermaßnahmen, damit sonderpädagogische Hilfen gezielt und rechzeitig eingesetzt werden können.

 

  1. Sonderpädagogische Fördermaßnahmen im Klassenverband und als Einzel- oder Gruppenunterricht.

 

•2.1.         Die Lehrkraft der Förderschule arbeitet bei der Durchführung von Fördermaßnahmen auch im Klassenverband mit.

 

•2.2.         Die Lehrkraft der Förderschule übernimmt Förderaufgaben bei auftretenden Teilleistungs- oder Funktionsschwächen.

 

•2.3.         Die Lehrkraft der Förderschule berät bei Bedarf die Erziehungsberechtig-

ten und Lehrkräfte.

 

  

  1. Formen der Zusammenarbeit

Die Lehrkraft der Förderschule und die mit ihr zusammen arbeitenden Lehrkräfte treffen sämtliche für die Durchführung der gemeinsamen Arbeit notwendigen Absprachen alleinverantwortlich.

Sie entscheiden auch darüber, ob Fördereinheiten im oder außerhalb des Klassenverbandes durchgeführt werden sollen.

 

 

  1. Verfahren zur Zusammenarbeit

 

4.1 Die an der Grundschule abgeordnete Lehrkraft der Förderschule ist Mitglied  

      der Gesamtkonferenz der Grundschule und kann an der Konferenz teilneh-

      men.

     Fragen die Konferenzteilnahmepflicht betreffend sollen bei Bedarf auf  

     Schulleitungsebene geregelt werden.

 

4.2 Die Lehrkraft der Förderschule kann als beratendes Mitglied an den

      Zeugniskonferenzen der Grundschule teilnehmen.

     Die Teilnahme der abgeordneten Kolleginnen / Kollegen an Elternsprechtagen

     ist nicht verpflichtend. Elterngespräche sollten individuell mit allen Beteiligten  

     vereinbart werden.

 

 4.3 Anfallende Materialkosten werden von der Grundschule getragen. Sie 

     benennt einen Ansprechpartner / eine Ansprechpartnerin, mit der die

     abgeordneten Kolleginnen notwendige Absprachen treffen können.

     Die Grundschule verpflichtet sich, die abgeordneten Kolleginnen mit einem

     Schulschlüssel zu versorgen und im Bedarfsfalle einen geeigneten und regel-

     mäßig verfügbaren Raum zur Verfügung zu stellen.

 

4.4 Die unterschiedlichen Anfangszeiten der beteiligten Schulen können im Einzelfall zu organisatorischen Problemen führen.

Beide Schulen verpflichten sich, anfallende Probleme und die Belastung der beteiligten Kolleginnen bedingt durch unterschiedliche Anfangszeiten und durch lange Anfahrtswege durch Absprachen mit allen Beteiligten so gering wie möglich zu halten.

Grundsätzlich gilt, dass die abgeordneten Kolleginnen an der Grundschule keine Pausenaufsichten machen.

 

4.5 Bei zwingendem Eigenbedarf kann eine abgeordnete  Kollegin /

ein abgeordneter Kollege in der abordnenden Schule

Vertretungsunterricht erteilen. Dies kann im Einzelfall zu einem

Ausfall der in der Abordnung zu erteilenden Stunden führen.

Ausgefallene Stunden (verursacht durch die Stammschule)

werden nach Möglichkeit und mit Absprache der beteiligten

Kolleginnen und Kollegen nachgeholt. Überstunden sind für

diesen Fall nicht vorgesehen.

Im Vertretungsunterricht der Grundschule sollte die abgeordnete

Kollegin / der abgeordnete Kollege nur in Ausnahmefällen und

ausschließlich in Stunden eingesetzt werden, die von ihr / von ihm

betreute Kinder betreffen.

In der Abordnungsschule ausgefallene Unterrichtsstunden werden

im Bedarfsfall nach Möglichkeit auch dort wieder eingesetzt.

Die getroffenen Absprachen sind den beteiligten Schulen mitzuteilen.

Die Abordnungsschule verpflichtet sich Unterrichtsausfälle rechtzeitig

mitzuteilen. Die ausgefallenen Stunden stehen der Stammschule zur

Verfügung.

 

•4.6  Die Leiterin oder der Leiter der beiden Schulen und die mit der Zusammenarbeit beauftragten Lehrkräfte bilden bei Bedarf einen Ausschuss und besprechen anfallende Probleme und machen Vorschläge der Zusammenarbeit.

 

•4.7  Dieser Vertrag ist unbefristet. Er kann nur zum 31. Juli gekündigt werden. Die Kündigung muss bis zum 01. Februar des betreffenden Jahres vorliegen.

Bei einer schlechten Unterrichtsversorgung an der Förderschule (weniger als 85%) kann die Förderschule - in Absprache mit der Grundschule - den Umfang der Abordnungsstunden für die Kooperation reduzieren.

 

Diese Vereinbarung tritt nach Zustimmung der zuständigen Gremien zum 01.08. in Kraft.

 

 

Hemmoor, den 18.11.2009 

 

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Schulleiterin der Förderschule                    Schulleiter/in der Grundschule