Schulprogramm

 WER WIR SIND!
Die Schule am Alten Postweg ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Lernen" in der Trägerschaft des Landkreises Cuxhaven. Der Landkreis Cuxhaven bildet die Spitze des Elbe-Weser- Dreiecks. Er gehört gemessen an der Fläche zu einem der größten Kreise Niedersachsens, der jedoch relativ dünn besiedelt ist. Der Kreissitz ist die Stadt Cuxhaven.
Die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen hat die Aufgabe, die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu handlungsfähigen, selbstständigen und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten zu ermöglichen und ihnen eine grundlegende Allgemeinbildung zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler erwerben auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus Fähigkeiten und Kompetenzen. In der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen erhalten Kinder eine individuelle, ganzheitliche Förderung im schulischen, emotionalen und lebenspraktischen Bereich.

Seit 1966 befindet sich die Schule am Alten Postweg in dem Gebäude der ehemaligen Volksschule Hemmoor.
Die Schule am Alten Postweg macht derzeit 88 Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Lernen ein schulisches Angebot (Klasse 1-9). Die durchschnittliche Klassengröße liegt bei 10 Schülern. Die Unterrichtsversorgung liegt bei derzeit 95,3%. Es kann der Abschluss der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen erworben werden. In Ausnahmefällen gewährt die Landesschulbehörde die Einrichtung einer 10. Klasse gemeinsam mit der Förderschule in Otterndorf.
Außerschulische Kooperationspartner sind der Reitverein Ihlienworth, das Diakonisches Werk Land Hadeln, das Deutsches Rotes Kreuz, die Polizei Hemmoor, die ARGE Stade - im Hinblick auf Berufsberatung, die Fachschule für Sozialpädagogik der BBS Cuxhaven, der Pferdehof Junge und die Reithalle Hemmoor.
Die schulische Arbeit wird in vielen Bereichen durch einen Förderverein unterstützt.

Seit der Novellierung des Niedersächsischen Schulgesetzes 1993 ist das Ziel, Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten, gesetzlich verankert (§4):
„Schülerinnen und Schüler, die einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen (§14, Abs. 2 Satz1), sollen an allen Schulen gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern erzogen und unterrichtet werden, wenn auf diese Weise dem individuellen Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler entsprochen werden kann und soweit es die organisatorischen, personellen und sächlichen Gegebenheiten erlauben."
Diese integrative Beschulung erfolgt im Förderbereich Sprache bereits seit Jahren. Förderschullehrkräfte gehen in die Grundschulen und führen vor Ort Sprachförderunterricht, sowie Beratung für Grundschullehrkräfte durch. Mit allen Grundschulen existieren Kooperationsverträge, die die präventive sonderpädagogische Förderung an den Grundschulen regelt. Auf dem Gebiet des Mobilen Dienstes im Bereich emotionale und soziale Entwicklung im Landkreis Cuxhaven (Cux-BUS) nehmen zwei Lehrkräfte Beratungstätigkeiten wahr.
Zum Schuljahr 2010/2011 hat sich die Schule Am Alten Postweg mit zwei Grundschulen des Einzugsgebietes auf den Weg zur inklusiven Beschulung gemacht und gemeinsam ein Regionales Integrationskonzept entwickelt. Für das folgende Schuljahr haben vier weitere Grundschulen starkes Interesse bekundet.
An der Schule am Alten Postweg unterrichten zur Zeit 17 Förderschullehrer mit den unterschiedlichen Fachrichtungen „Lernen", „Sprache", „geistige Entwicklung" und „emotional-soziale Entwicklung".
Das Einzugsgebiet am Alten Postweg ist die südliche Region des Landkreises Cuxhaven und umfasst die Stadt Hemmoor, die Samtgemeinde Börde-Lamstedt, die Samtgemeinde Hemmoor und Teile der Samtgemeinde am Dobrock. Zum Einzugsgebiet gehören 7 Grundschulen und zwei Haupt- und Realschulen.
Die Region ist überwiegend ländlich geprägt. Es haben sich vorwiegend mittelständische Betriebe angesiedelt, die nur wenige Arbeitsplätze bieten können. Die größeren Arbeitgeber, wie DOW CHEMICAL und AIRBUS, sind im Umkreis von Hamburg zu finden.
Hemmoor ist ein wichtiges Mittelzentrum für Gewerbebetriebe, das örtliche Handwerk und bietet umfassende medizinische Versorgung sowie Einkaufsmöglichkeiten für die Landbevölkerung.
Kultur-, Freizeit- und Sportangebote stehen für unsere Schüler nur in begrenztem Umfang zur Verfügung und können aufgrund der finanziellen Situation vieler Familien nur begrenzt wahrgenommen werden. Die im Rahmen der Schulbuchausleihe erhobenen Daten weisen aus, dass 55% der Schüler von der Ausleihgebühr befreit sind.
Diese Werte spiegeln die soziale Situation der Kinder und Jugendlichen in unserem Einzugsgebiet wider. Rund 25% der Kinder unter 15 Jahren beziehen Leistungen aus dem SGB II. Die Arbeitslosigkeit in der Region ist im Vergleich zum Bundesdurchschnitt deutlich erhöht.